Die Scheidungsfolgenvereinbarung regelt die Konsequenzen einer Scheidung einvernehmlich — ohne teuren und langwierigen Gerichtsstreit. Sie ist das wichtigste Dokument bei einer einvernehmlichen Scheidung.
Was geregelt werden sollte
- Unterhalt — Kindesunterhalt (Düsseldorfer Tabelle) und nachehelicher Ehegattenunterhalt
- Zugewinnausgleich — Vermögenszuwachs während der Ehe aufteilen
- Sorge- und Umgangsrecht — Gemeinsames Sorgerecht, Umgangsregelung, Aufenthaltsbestimmung
- Ehewohnung — Wer bleibt? Wer zahlt die Miete? Immobilienverwertung?
- Hausrat — Verteilung der gemeinsamen Gegenstände
- Versorgungsausgleich — Splitting der Rentenansprüche
- Schulden — Wer übernimmt welche Verbindlichkeiten?
Formvorschriften
Die Scheidungsfolgenvereinbarung bedarf der notariellen Beurkundung, wenn sie den Versorgungsausgleich oder Grundstücksrechte betrifft. Alternativ kann sie im Scheidungstermin zu Protokoll des Gerichts erklärt werden (gerichtlicher Vergleich).
Kindesunterhalt nach Düsseldorfer Tabelle
| Nettoeinkommen Unterhaltspflichtiger | 0-5 Jahre | 6-11 Jahre | 12-17 Jahre | Ab 18 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| bis 2.100 Euro | 480 Euro | 551 Euro | 645 Euro | 689 Euro |
| 2.101-2.500 Euro | 504 Euro | 579 Euro | 677 Euro | 723 Euro |
| 2.501-2.900 Euro | 528 Euro | 606 Euro | 710 Euro | 758 Euro |
| 2.901-3.300 Euro | 552 Euro | 634 Euro | 742 Euro | 792 Euro |
Abzüglich hälftiges Kindergeld (2026: 131 Euro pro Kind).
Checkliste Scheidungsfolgenvereinbarung
- Kindesunterhalt nach Düsseldorfer Tabelle berechnet?
- Ehegattenunterhalt geregelt (Höhe, Dauer, Befristung)?
- Zugewinnausgleich berechnet oder Verzicht vereinbart?
- Sorge- und Umgangsrecht geregelt?
- Ehewohnung zugewiesen?
- Hausrat aufgeteilt?
- Versorgungsausgleich geregelt?
- Schulden zugeordnet?
- Notarielle Beurkundung oder gerichtlicher Vergleich?
Verwandt: Ehevertrag Vorlage und Sorgerechtsverfügung Vorlage.